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Versicherungen

Was brauche ich, in welcher Lebenslage?

Muss auf jeden Fall geprüft werden
Krankenversicherung studentisch / Ausbildung

Mit Studium oder Ausbildungsbeginn ändert sich oft die Krankenversicherungssituation – und es lohnt sich, das aktiv zu prüfen statt es einfach laufen zu lassen. Drei typische Situationen: Studierende können bis 25 kostenfrei über die Eltern in der GKV familienversichert bleiben, sofern kein eigenes Einkommen über der Grenze liegt – das ist oft die günstigste Option. Azubis überschreiten häufig die Einkommensgrenze und müssen sich eigenständig versichern; Beiträge werden dann hälftig mit dem Ausbildungsbetrieb geteilt. Wer über PKV-versicherte Eltern mitversichert war, muss aktiv prüfen, ob und wie lange dieser Schutz weiterläuft – und wann eine eigene Versicherung nötig wird.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, verliert sein Einkommen – aber nicht seine laufenden Kosten. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn man voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr arbeiten kann. Besonders wichtig: Je früher der Abschluss, desto günstiger der Beitrag – und desto einfacher die Gesundheitsprüfung. Studium und Ausbildung sind der ideale Zeitpunkt, weil man jung und in der Regel gesund ist.

Sollte dringend beleuchtet werden
Privathaftpflicht prüfen, ob noch über Eltern mitversichert

Die Privathaftpflicht schützt vor den finanziellen Folgen, wenn man unbeabsichtigt anderen einen Schaden zufügt. Gerade in dieser Lebensphase passiert das schneller als man denkt – ein Missgeschick auf der Studentenparty, ein beschädigtes Möbelstück beim Umzug. Wichtig: Viele sind noch über die Eltern mitversichert – das sollte aktiv geprüft werden. Wer auszieht oder sich ummeldет, verliert diesen Schutz oft automatisch.

Unfallversicherung je nach Studium / Ausbildung

Wer in der Ausbildung oder im Studium viel mit Maschinen, Werkzeug oder technischen Anlagen arbeitet, trägt ein erhöhtes Unfallrisiko. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur auf dem direkten Weg zur Ausbildungsstätte und während der Arbeit – nicht in der Freizeit. Die private Unfallversicherung schließt diese Lücke und zahlt bei dauerhafter Invalidität eine Kapitalleistung.

Hausratversicherung erste eigene Wohnung

Der Hausrat – also alles, was sich in der Wohnung befindet – ist im Schadensfall oft teurer zu ersetzen, als man denkt. Die Hausratversicherung springt ein bei Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruch und Raub und ersetzt beschädigte oder gestohlene Gegenstände in der Regel zum Neuwert. Gerade in einem Lebensabschnitt, in dem das Geld oft knapp ist, kann ein Einbruch oder Wasserschaden finanziell schnell existenzbedrohend werden.

Altersvorsorge frühzeitig starten – auch in kleinen Schritten

Altersvorsorge klingt weit weg – ist es aber nicht. Wer früh anfängt, auch mit kleinen Beträgen, profitiert jahrzehntelang vom Zinseszinseffekt. Gerade in Studium und Ausbildung sind die monatlichen Spielräume begrenzt – aber selbst 25 oder 50 Euro im Monat können langfristig einen erheblichen Unterschied machen. Wer wartet, bis das Gehalt besser wird, verschenkt wertvolle Zeit.

Wenn möglich, sinnvoll zu prüfen
Auslandskrankenversicherung Auslandssemester / Praktikum

Wer im Ausland studiert oder ein Praktikum absolviert, ist mit der deutschen Krankenversicherung oft nur eingeschränkt geschützt – besonders außerhalb der EU. Die Auslandskrankenversicherung deckt das ab, was im Notfall wirklich zählt: Arztbesuche vor Ort, notwendige Behandlungen und – besonders wichtig – den medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland.

Rechtsschutzversicherung

Streitigkeiten treffen Studenten und Azubis genauso wie jeden anderen. Konflikt mit dem Vermieter der ersten Wohnung, arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen im Ausbildungsbetrieb oder Probleme mit Behörden: Ohne Rechtsschutz muss man Anwalts- und Gerichtskosten selbst tragen – und das kann schnell mehrere tausend Euro bedeuten.

Muss auf jeden Fall geprüft werden
Krankenversicherung GKV / PKV-Entscheidung

Mit dem ersten Job endet oft die Familienversicherung – und die Krankenversicherungsfrage stellt sich neu. Wer angestellt wird, ist in der Regel GKV-pflichtig. Wer über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdient, hat erstmals die Wahl zwischen GKV und PKV. Das ist eine der wichtigsten Weichenstellungen im Leben – und sie lässt sich später kaum noch korrigieren. Wer einmal in die PKV wechselt, kommt in der Regel nicht mehr zurück. Was konkret sinnvoll ist, hängt von Einkommen, Gesundheit, Familienplanung und langfristigen Zielen ab.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, verliert sein Einkommen – aber nicht seine laufenden Kosten. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn man voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr arbeiten kann. Besonders wichtig: Je früher der Abschluss, desto günstiger der Beitrag – und desto einfacher die Gesundheitsprüfung. Der Berufseinstieg ist einer der besten Zeitpunkte, das nachzuholen – falls es noch nicht erledigt ist.

Privathaftpflicht eigener Vertrag prüfen

Die Privathaftpflicht schützt vor den finanziellen Folgen, wenn man unbeabsichtigt anderen einen Schaden zufügt – und das deutsche Recht sieht dafür im Zweifel unbegrenzte Haftung vor. Mit dem Berufseinstieg endet häufig der Schutz über die Eltern. Wer noch keinen eigenen Vertrag hat, sollte das jetzt regeln.

Sollte dringend beleuchtet werden
Risikolebensversicherung wenn Abhängige vorhanden

Wer Menschen hat, die auf das eigene Einkommen angewiesen sind – Partner, Kinder, pflegebedürftige Angehörige – sollte prüfen, ob eine Risikolebensversicherung sinnvoll ist. Sie zahlt im Todesfall eine vereinbarte Summe aus und sichert die Hinterbliebenen finanziell ab. Für Singles ohne Abhängige ist sie in der Regel noch kein Thema.

Altersvorsorge frühzeitig starten

Wer früh anfängt, braucht weniger einzuzahlen – der Zinseszinseffekt arbeitet über Jahrzehnte. Gerade beim Berufseinstieg ist die monatliche Belastung durch kleine Beiträge überschaubar, der langfristige Effekt aber erheblich. Wer mit dem Sparen wartet, bis das Gehalt besser wird, verschenkt wertvolle Zeit.

Betriebliche Altersvorsorge bAV – Arbeitgeberzuschuss mitnehmen

Viele Arbeitgeber bezuschussen die betriebliche Altersvorsorge – das ist im Grunde kostenloses Geld, das viele nicht mitnehmen, weil sie sich nicht darum kümmern. Mit dem ersten Job lohnt es sich, aktiv zu fragen, was der Arbeitgeber anbietet und wie hoch der Zuschuss ist.

Hausratversicherung erste eigene Wohnung

Der Hausrat – also alles, was sich in der Wohnung befindet – ist im Schadensfall oft teurer zu ersetzen, als man denkt. Die Hausratversicherung springt ein bei Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruch und Raub und ersetzt beschädigte oder gestohlene Gegenstände in der Regel zum Neuwert. Gerade beim Berufseinstieg, wenn neue Möbel, Technik und Einrichtung angeschafft werden, sollte der Versicherungsschutz stimmen.

Wenn möglich, sinnvoll zu prüfen
Rechtsschutzversicherung Arbeitsrechtsschutz

Konflikte im Job können jeden treffen – eine ungerechtfertigte Kündigung, Streit über Überstunden oder ein Zeugnis, das nicht der Realität entspricht. Ohne Rechtsschutz muss man Anwalts- und Gerichtskosten selbst tragen. Wer frisch im Berufsleben startet, sollte prüfen, ob Arbeitsrechtsschutz bereits im bestehenden Vertrag enthalten ist.

Unfallversicherung

Der gesetzliche Unfallschutz durch die Berufsgenossenschaft gilt nur auf der Arbeit und auf dem direkten Weg dorthin – nicht in der Freizeit. Wer das Risiko eines dauerhaften Einkommensausfalls durch einen Unfall außerhalb der Arbeit absichern möchte, ist mit einer privaten Unfallversicherung gut aufgestellt.

Muss auf jeden Fall geprüft werden
Privathaftpflicht Familientarif prüfen

Die Privathaftpflicht schützt vor den finanziellen Folgen, wenn man unbeabsichtigt anderen einen Schaden zufügt. Mit der Familiengründung wird sie noch wichtiger: Der Vertrag muss die gesamte Familie abdecken – und explizit deliktunfähige Kinder einschließen. Kinder unter sieben Jahren haften rechtlich nicht selbst – ohne diesen Baustein bleiben Eltern auf den Schäden sitzen, die ihr Kind verursacht.

Risikolebensversicherung

Wer eine Familie gründet, trägt Verantwortung für Menschen, die auf das eigene Einkommen angewiesen sind. Stirbt ein Elternteil, bleibt die andere Person oft allein mit Kindern, laufenden Kosten und im Zweifel einem Kredit. Die Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall eine vereinbarte Summe aus und sichert so die Familie finanziell ab.

Krankenversicherung Kind mitversichern

Neugeborene müssen krankenversichert sein – ohne Ausnahme. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kann das Kind kostenfrei familienversichert werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind – die Krankenkasse muss dafür aktiv informiert werden. Sind die Eltern privat krankenversichert (PKV), muss das Kind aktiv mitversichert werden. Beides sollte unmittelbar nach der Geburt geregelt werden.

Sollte dringend beleuchtet werden
Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, verliert sein Einkommen – aber nicht seine laufenden Kosten. Mit Kind wird ein Einkommensausfall noch kritischer. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn man voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr arbeiten kann.

Stationärer Krankenzusatztarif Kind

Im Krankenhaus macht es einen Unterschied, ob das Kind auf einer Standardstation liegt oder bessere Versorgung erhält. Der stationäre Zusatztarif sichert eine bessere Gesundheitsversorgung im Krankenhaus – und ermöglicht Rooming-In, also dass ein Elternteil beim Kind bleiben kann. Gerade bei kleinen Kindern ist das oft genauso wichtig wie die medizinische Versorgung selbst.

Unfallversicherung Kind

Kinderunfälle sind in Deutschland eine der häufigsten Gesundheitsgefahren und die häufigste Todesursache ab dem ersten Lebensjahr. Jährlich suchen rund 1,9 Millionen Kinder zwischen 1 und 17 Jahren nach einem Unfall einen Arzt auf – rund 167.000 werden stationär behandelt. Die Kinderunfallversicherung schützt finanziell, wenn ein Unfall dauerhafte Folgen hinterlässt.

Schwere Krankheiten Vorsorge Eltern

Eine schwere Erkrankung eines Elternteils trifft die ganze Familie – finanziell und organisatorisch. Die Schwere-Krankheiten-Versicherung zahlt bei Diagnose eine Kapitalsumme aus, sofort und ohne bürokratischen Aufwand. So kann sich der erkrankte Elternteil auf die Behandlung konzentrieren, ohne unter massivem finanziellem Druck zu stehen – und die Familie kann Verdienstausfälle, Kinderbetreuung oder Haushaltshilfe überbrücken.

Schwere Krankheiten Vorsorge Kind

Auch wenn das Kind schwer erkrankt, gerät die Familie schnell unter Druck – Eltern müssen sich freinehmen, besondere Therapien kosten Geld, der Alltag verändert sich. Die Schwere-Krankheiten-Versicherung zahlt bei Diagnose eine schnelle Kapitalsumme aus und schafft damit den finanziellen Spielraum, den Familien in dieser Situation brauchen.

Wenn möglich, sinnvoll zu prüfen
Zahnzusatzversicherung Kind

Kieferorthopädische Behandlungen können teuer werden – die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur einen Teil der Kosten. Wer rechtzeitig vorsorgt, schützt sich vor hohen Eigenanteilen, die je nach Behandlung schnell in den vierstelligen Bereich gehen können.

Hausratversicherung Anpassung prüfen

In der Regel ist keine Anpassung notwendig – ein kurzer Check schadet aber nicht. Kinderzimmer mit neuer Ausstattung können den Wert des Hausrats spürbar erhöhen. Wer die Versicherungssumme seit längerem nicht angepasst hat, sollte prüfen, ob sie noch ausreicht.

Rechtsschutzversicherung Familientarif prüfen

Ist die Familie bereits mitversichert? Das sollte geprüft werden. Relevante Bereiche sind Privat, Wohnen, Verkehr und Beruf – gerade mit wachsender Familie und möglicherweise neuer Wohnsituation kann Rechtsschutz sinnvoll sein.

Kinderinvaliditätsversicherung

Die Kinderinvaliditätsversicherung leistet bei dauerhafter gesundheitlicher Beeinträchtigung durch Krankheit oder Unfall – oft als monatliche Rente oder Kapitalleistung. Sie ist breiter als eine reine Unfallversicherung, weil sie nicht nur Unfälle, sondern auch Krankheiten abdeckt. Für Eltern, die langfristig absichern möchten, was eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder noch nicht leisten kann.

Muss auf jeden Fall geprüft werden
Berufsunfähigkeitsversicherung Anpassung prüfen

Ein Jobwechsel ist einer der wichtigsten Momente, um die BU zu überprüfen. Wer in eine bessere Berufsgruppe aufsteigt, zahlt möglicherweise weniger Beitrag – eine Anpassung kann sich direkt lohnen. Wer in einen risikoreicheren Beruf wechselt, wird nicht schlechtergestellt – der Versicherer prüft nur zu deinen Gunsten. Und wer noch keine BU hat: Ein Jobwechsel ist ein guter Anlass, das nachzuholen.

Sollte dringend beleuchtet werden
Krankenversicherung Wechsel GKV / PKV prüfen

Ein Jobwechsel ist oft der entscheidende Moment für die Wahl der Krankenversicherung. Wer erstmals über die Beitragsbemessungsgrenze kommt, kann in die PKV wechseln – wer darunter fällt, wird wieder GKV-pflichtig. Diese Weiche lässt sich später kaum noch korrigieren. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Optionen sorgfältig zu prüfen.

Betriebliche Altersvorsorge bAV – Mitnahme oder Neustart

Beim Jobwechsel gibt es drei Möglichkeiten: die bAV vom alten Arbeitgeber mitnehmen, beim neuen Arbeitgeber neu starten – oder erstmals eine bAV einrichten, weil der neue Arbeitgeber bessere Zuschüsse bietet. Viele lassen hier bares Geld liegen, weil sie nichts prüfen. Ein kurzer Check lohnt sich fast immer.

Risikolebensversicherung Anpassung prüfen

Mehr Gehalt, mehr Verantwortung, oft auch höhere Familienausgaben. Wer aufsteigt, sollte prüfen, ob die versicherte Summe noch zur aktuellen Lebenssituation passt. Zu niedrig abgesichert ist genauso ein Problem wie gar nicht abgesichert.

Unfallversicherung privat / betrieblich prüfen

Der gesetzliche Unfallschutz durch die Berufsgenossenschaft gilt nur auf der Arbeit und auf dem direkten Weg dorthin – nicht in der Freizeit. Wer den Job wechselt, sollte prüfen, ob der neue Arbeitgeber eine betriebliche Unfallversicherung bietet und ob die private Police noch zur aktuellen Lebenssituation passt.

Wenn möglich, sinnvoll zu prüfen
Rechtsschutzversicherung Arbeitsrechtsschutz prüfen

Viele Rechtsschutzversicherungen haben Wartezeiten – wer wechselt und kurz danach einen Arbeitsrechtsstreit bekommt, ist möglicherweise nicht geschützt. Außerdem ändert sich mit einem neuen Job oft der Bedarf: Selbstständige brauchen anderen Schutz als Angestellte. Besser jetzt prüfen, bevor es zu spät ist.

Muss auf jeden Fall geprüft werden
Krankenversicherung GKV oder PKV

Selbstständige müssen sich eigenständig krankenversichern – anders als Angestellte gibt es keinen Arbeitgeber, der die Hälfte übernimmt. Die Wahl liegt zwischen gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV), ohne Einkommensgrenze. In der GKV richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen – der volle Beitrag wird alleine getragen. 2026 liegt der Höchstbeitrag bei rund 1.261 Euro pro Monat. Wer einmal in die PKV wechselt, kommt in der Regel nicht mehr zurück in die GKV. Diese Entscheidung sollte gut durchdacht sein – am besten mit professioneller Beratung.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Für Selbstständige ist die Berufsunfähigkeitsversicherung noch kritischer als für Angestellte. Wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, verliert sein Einkommen vollständig – und anders als Angestellte haben die meisten Selbstständigen keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Die BU zahlt eine monatliche Rente und sichert damit die Existenz.

Betriebshaftpflichtversicherung

Als Selbstständiger haftest du für Schäden, die du oder deine Tätigkeit bei Dritten verursachen – mit deinem gesamten Privatvermögen, unbegrenzt. Die Betriebshaftpflicht springt ein, wenn ein Kunde, Lieferant oder Dritter einen Schaden geltend macht – egal ob die Forderung berechtigt ist oder nicht. Sie übernimmt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte ab.

Berufshaftpflichtversicherung je nach Berufsfeld

Für bestimmte Berufsgruppen – Ärzte, Anwälte, Architekten, Ingenieure, Steuerberater – ist die Berufshaftpflicht gesetzlich vorgeschrieben. Ohne sie ist die Berufsausübung schlicht nicht erlaubt. Der Grund: Ein Fehler, ein Versehen, eine falsche Einschätzung – und Schadensummen gehen schnell in die Millionen.

Cyberversicherung

Hackerangriffe, Datenpannen, Ransomware – das trifft nicht nur Konzerne. Gerade kleine Unternehmen und Selbstständige sind beliebte Ziele, weil ihre IT-Sicherheit oft schwächer ist. Ein erfolgreicher Angriff kann den Betrieb tagelang lahmlegen, Kundendaten vernichten und Bußgelder nach DSGVO auslösen. Die Cyberversicherung übernimmt Wiederherstellungskosten, Betriebsunterbrechungsschäden und Drittschäden.

Krankentagegeldversicherung

Angestellte bekommen sechs Wochen Lohnfortzahlung – danach Krankengeld. Selbstständige haben das nicht. Wer krank ist, verdient nichts – laufende Kosten wie Miete, Leasing oder Mitarbeitergehälter laufen trotzdem weiter. Die Krankentagegeldversicherung zahlt ab dem vereinbarten Tag einen täglichen Betrag und überbrückt den Einkommensausfall. Für Selbstständige ist sie existenziell.

Firmengebäudeversicherung wenn Eigentümer

Wer ein Gebäude ganz oder teilweise gewerblich nutzt, braucht eine Firmengebäudeversicherung – die private Wohngebäudeversicherung greift hier nicht. Sie deckt Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel, Leitungswasser und je nach Tarif auch Elementarschäden. Ein Totalschaden ohne Versicherung kann ein Unternehmen in die Insolvenz treiben.

KFZ / Flottenversicherung wenn Fahrzeug vorhanden

Wer ein Auto auch nur teilweise gewerblich nutzt, ist mit einer privaten KFZ-Versicherung oft nicht ausreichend geschützt – im Schadensfall kann der Versicherer die Leistung kürzen oder ganz verweigern. Ab mehreren Fahrzeugen lohnt eine Flottenversicherung – ein Vertrag für alle Fahrzeuge, oft günstiger und einfacher zu verwalten.

Sollte dringend beleuchtet werden
Risikolebensversicherung

Selbstständige haben meist keinen Anspruch auf Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Wer stirbt, hinterlässt seiner Familie oft nichts außer laufenden Krediten, Betriebsschulden und dem wegfallenden Einkommen. Die Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall eine vereinbarte Summe – schnell, unkompliziert und zweckgebunden oder frei verfügbar.

Altersvorsorge

Selbstständige haben keine automatische Altersvorsorge. Wer nicht aktiv vorsorgt, steht im Alter vor einem massiven Versorgungsloch. Gleichzeitig haben Selbstständige mehr Freiheit als Angestellte – keine Pflichtbeiträge, dafür mehr Gestaltungsspielraum bei Produkt, Höhe und Steuerstrategie. Wer früh anfängt, hat die meisten Optionen.

Rechtsschutzversicherung Berufs- / Vertragsrechtsschutz

Streit mit einem Kunden, ein Lieferant der nicht liefert, ein Mitarbeiter der klagt – Rechtsstreitigkeiten sind für Selbstständige ein alltägliches Risiko. Ohne Rechtsschutz kostet schon ein einfaches Verfahren schnell 5.000 bis 20.000 Euro – unabhängig davon, ob man gewinnt oder verliert. Die gewerbliche Rechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten.

Unfallversicherung

Selbstständige sind nicht automatisch in der gesetzlichen Unfallversicherung pflichtversichert – viele fallen komplett raus. Wer durch einen Unfall dauerhaft eingeschränkt wird, hat ohne private Absicherung ein massives Problem. Die private Unfallversicherung zahlt bei dauerhafter Invalidität eine Kapitalleistung und gibt finanzielle Handlungsfähigkeit zurück.

Inventar- / Inhaltsversicherung

Alles, was im Betrieb steht und nicht fest mit dem Gebäude verbunden ist – IT, Maschinen, Möbel, Waren, Werkzeuge – ist durch die Gebäudeversicherung nicht gedeckt. Die gewerbliche Inhaltsversicherung schützt genau das. Ein Einbruch, ein Wasserschaden, ein Feuer – und der komplette Betrieb steht still.

Wenn möglich, sinnvoll zu prüfen
Individuell zu prüfen Im Gespräch klären

Je nach Branche, Unternehmensgröße und Situation gibt es weitere Versicherungen, die sinnvoll sein können. Was konkret passt, klären wir gemeinsam im Erstgespräch.

Muss auf jeden Fall geprüft werden
Wohngebäudeversicherung inkl. Elementarschadenversicherung

Das Gebäude ist für die meisten Menschen die größte finanzielle Investition ihres Lebens. Die Wohngebäudeversicherung schützt es vor Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser. Die Elementarschadenversicherung ergänzt den Schutz um Risiken wie Überschwemmung, Starkregen oder Erdrutsch – Ereignisse, die früher selten waren und heute in vielen Regionen zur Realität gehören. Beides sollte von Anfang an gemeinsam abgeschlossen werden.

Privathaftpflicht Haus- & Grundbesitzerbaustein prüfen

Die Privathaftpflicht schützt vor den finanziellen Folgen, wenn man unbeabsichtigt anderen einen Schaden zufügt. Beim Hauskauf: Prüfen, ob der bestehende Vertrag den Haus- und Grundbesitzerbaustein enthält. Ohne diesen Baustein greift die Privathaftpflicht nicht, wenn jemand auf dem eigenen Grundstück stürzt oder im Winter auf einem nicht geräumten Gehweg. Entweder wird der Baustein ergänzt – oder es wird eine separate Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht abgeschlossen.

Bauherrenhaftpflicht nur bei Neubau

Wer baut, haftet. Kommt auf der Baustelle ein Dritter zu Schaden oder wird fremdes Eigentum beschädigt, liegt die Verantwortung beim Bauherrn – unabhängig davon, wer den Schaden tatsächlich verursacht hat. Die Bauherrenhaftpflicht übernimmt diese Ansprüche und schützt vor Kosten, die schnell existenzielle Ausmaße annehmen können.

Sollte dringend beleuchtet werden
Hausratversicherung

Der Hausrat – also alles, was sich im Haus befindet – ist im Schadensfall oft teurer zu ersetzen, als man denkt. Die Hausratversicherung springt ein bei Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruch und Raub und ersetzt beschädigte oder gestohlene Gegenstände in der Regel zum Neuwert.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Als Eigentümer trägt man Verantwortung für das, was von der eigenen Immobilie ausgeht – Glätte auf dem Gehweg, abfallende Dachziegel, mangelhafte Instandhaltung. Kommt dadurch jemand zu Schaden, können Schadensersatzforderungen schnell erheblich werden. Hinweis: Bei vielen Privathaftpflichtverträgen ist dieser Schutz bereits als Baustein enthalten – das sollte vor einem separaten Abschluss geprüft werden.

Bauleistungsversicherung nur bei Neubau

Während der Bauzeit kann vieles passieren, wofür niemand direkt verantwortlich ist: Unwetter, Vandalismus, Materialfehler oder Diebstahl fest eingebauter Teile. Die Bauleistungsversicherung sichert das Bauvorhaben gegen solche unvorhergesehenen Schäden ab – und schützt damit die Investition, bevor das Gebäude überhaupt fertiggestellt ist.

Risikolebensversicherung

Wer eine Immobilie finanziert, geht eine langfristige Verpflichtung ein. Stirbt der Hauptverdiener während der Laufzeit, bleibt die Restschuld – und damit oft ein ernstes Problem für die Hinterbliebenen. Die Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall eine vereinbarte Summe aus und sichert so Familie, Kredit und im Zweifel auch Geschäftspartner ab.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, verliert sein Einkommen – aber nicht seine laufenden Kosten. Gerade wer eine Immobilie finanziert, sollte sicherstellen, dass die Raten auch bei einem Einkommensausfall bedient werden können.

Wenn möglich, sinnvoll zu prüfen
Rechtsschutzversicherung Immobilien- / Eigentümerrechtsschutz

Streit rund ums Haus kann teuer werden – ob mit Nachbarn, der Hausverwaltung, der Eigentümergemeinschaft oder Behörden. Der Immobilienrechtsschutz übernimmt Kosten für Anwälte, Gerichte und Gutachter. Wer in einer WEG lebt oder komplexere Eigentumsverhältnisse hat, sollte es ernsthaft in Betracht ziehen.

Muss auf jeden Fall geprüft werden
Wohngebäudeversicherung inkl. Elementarschadenversicherung

Das Gebäude ist für die meisten Menschen die größte finanzielle Investition ihres Lebens. Die Wohngebäudeversicherung schützt es vor Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser. Die Elementarschadenversicherung ergänzt den Schutz um Risiken wie Überschwemmung, Starkregen oder Erdrutsch. Entfällt, wenn bereits über eine Eigentümergemeinschaft abgesichert.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Als Eigentümer trägt man Verantwortung für das, was von der eigenen Immobilie ausgeht – Glätte auf dem Gehweg, abfallende Dachziegel, mangelhafte Instandhaltung. Bei vermieteten Immobilien ist eine separate Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht in der Regel erforderlich – der Schutz über die Privathaftpflicht greift hier meist nicht.

Bauherrenhaftpflicht nur bei Neubau

Wer baut, haftet. Kommt auf der Baustelle ein Dritter zu Schaden oder wird fremdes Eigentum beschädigt, liegt die Verantwortung beim Bauherrn. Die Bauherrenhaftpflicht übernimmt diese Ansprüche und schützt vor Kosten, die schnell existenzielle Ausmaße annehmen können.

Sollte dringend beleuchtet werden
Risikolebensversicherung

Wer eine Immobilie finanziert, geht eine langfristige Verpflichtung ein. Stirbt der Hauptverdiener während der Laufzeit, bleibt die Restschuld. Die Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall eine vereinbarte Summe – schnell, unkompliziert und zweckgebunden oder frei verfügbar.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, verliert sein Einkommen – aber nicht seine laufenden Kosten. Gerade wer eine Immobilie finanziert, sollte sicherstellen, dass die Raten auch bei einem Einkommensausfall bedient werden können.

Rechtsschutzversicherung Vermieter- / Immobilienrechtsschutz

Streit rund ums Haus kann teuer werden – ob mit Mietern, der Hausverwaltung, der Eigentümergemeinschaft oder Behörden. Für Vermieter besonders relevant: Mietstreitigkeiten sind einer der häufigsten Anwendungsfälle.

Bauleistungsversicherung nur bei Neubau

Während der Bauzeit kann vieles passieren, wofür niemand direkt verantwortlich ist: Unwetter, Vandalismus, Materialfehler oder Diebstahl fest eingebauter Teile. Die Bauleistungsversicherung sichert das Bauvorhaben gegen solche unvorhergesehenen Schäden ab.

Wenn möglich, sinnvoll zu prüfen
Mietausfallversicherung

Für Vermieter sinnvoll, wenn Mietzahlungen ausbleiben oder ein Mieter die Wohnung nach Schäden nicht ordnungsgemäß hinterlässt. Sie übernimmt je nach Tarif meist ausstehende Miete für drei bis sechs Monate, oft inklusive Nebenkosten, und kann bei manchen Tarifen auch Sachschäden, Renovierung oder Aufräumkosten abdecken.

Die Notfallplanung ist ein eigenes, umfangreiches Thema – von der Patientenverfügung über die Vorsorgevollmacht bis zum digitalen Nachlass.

Zur Notfallplanung
Muss auf jeden Fall geprüft werden
Krankenversicherung GKV / PKV im Rentenalter

Die Wahl zwischen GKV und PKV hat im Rentenalter massive finanzielle Auswirkungen – und viele merken das erst, wenn es zu spät ist. In der GKV zahlen Rentner rund 7–8 % ihrer Rente als Beitrag – zuzüglich Pflegeversicherung. Dabei werden alle Einnahmen beitragspflichtig: Betriebsrente, Mieteinnahmen, Kapitalerträge. Voraussetzung für den günstigen Rentner-Tarif (KVdR): mindestens neun Zehntel der zweiten Lebenshälfte in der GKV versichert. In der PKV bleibt der Beitrag unabhängig vom Einkommen – steigt aber mit dem Alter. Ein Rückwechsel in die GKV ist ab 55 nahezu ausgeschlossen.

Pflegepflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben

Pflege ist das teuerste und am meisten unterschätzte Risiko im Alter – die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten. Jeder Krankenversicherte ist automatisch pflegepflichtversichert. GKV-Versicherte zahlen aktuell 3,4 % des Einkommens (Kinderlose: 4,0 %) – der Beitrag wird direkt aus der Rente abgezogen.

Sollte dringend beleuchtet werden
Private Pflegezusatzversicherung

Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung deckt nur einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten – die Lücke ist erheblich. Eine private Pflegezusatzversicherung ist die einzige Möglichkeit, diese Lücke gezielt zu schließen. Wer früh abschließt, zahlt weniger und sichert sich günstigere Konditionen ohne aufwändige Gesundheitsprüfung.

Rechtsschutzversicherung Überprüfung

Im Ruhestand verändert sich der Bedarf: Berufsrechtsschutz wird nicht mehr benötigt – dafür werden Rentenrecht und Erbrecht relevanter. Ein Check des bestehenden Vertrags lohnt sich, um sicherzustellen, dass die richtigen Bereiche abgedeckt sind.

Unfallversicherung Senioren

Senioren sind die am stärksten unfallgefährdete Gruppe – und gleichzeitig am häufigsten gar nicht oder unzureichend versichert. Mit zunehmendem Alter steigt das Sturzrisiko, die Heilung dauert länger und die Folgen sind oft schwerwiegender. Eine Seniorenunfallversicherung zahlt bei dauerhafter Invalidität und schafft den finanziellen Spielraum für notwendige Anpassungen im Alltag.

Sterbegeldversicherung

Beerdigungskosten liegen in Deutschland durchschnittlich zwischen 8.000 und 15.000 Euro. Gesetzliche Sterbegelder wurden 2004 abgeschafft, viele haben keine zweckgebundenen Rücklagen – und Hinterbliebene müssen die Kosten oft kurzfristig aus eigener Tasche vorschießen. Wer die Familie nicht belasten möchte, kann mit einer Sterbegeldversicherung gezielt vorsorgen.

Wenn möglich, sinnvoll zu prüfen
Stationäre Krankenzusatzversicherung

Im Krankenhaus zeigt sich, was die GKV wirklich leistet – und was nicht. Wer Wert auf Wahlarztbehandlung oder ein Einzelzimmer legt, braucht eine Zusatzversicherung. Im Alter steigt die Wahrscheinlichkeit stationärer Aufenthalte.

Zahnzusatzversicherung

Zahnersatz ist im Alter kaum zu vermeiden – und teuer. Die GKV zahlt nur einen Festzuschuss, der Rest bleibt beim Patienten. Ohne Zusatzversicherung kann eine Versorgung schnell mehrere tausend Euro kosten.

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